Zwei Tage lang stand Wetzlar im Zeichen der Hochtechnologie:
Die W3+ Fair 2026 in der Buderus Arena hat erneut bewiesen, warum sie als die zentrale Netzwerkmesse für die Branchen Optik, Photonik, Elektronik und Mechanik gilt. Mit rund 2.000 Besuchern aus 15 Ländern und 155 Ausstellern – von denen ca. 1/3 aus Mittelhessen stammen – ist die Messe ein unverzichtbarer Termin für unsere Region. Als langjähriger Partner der Messe hat das Regionalmanagement Mittelhessen auch in diesem Jahr die Plattform genutzt, um Wissen, Trends und Talente zusammenzubringen und den Hightech-Standort Mittelhessen sichtbarer zu machen.
Gebündelte Kompetenz am Mittelhessischen Gemeinschaftsstand
Im Zentrum unseres Messeauftritts stand der Mittelhessische Gemeinschaftsstand, der als Hub für Kooperationen und Fachgespräche fungierte. Hier bündelten wir die vielfältigen Kompetenzen regionaler Partnerunternehmen und Netzwerke. Mit dabei waren:
Ergänzt wurde das Angebot durch das Nachfolge-Netzwerk Mittelhessen und das TeamMit Transformationsnetzwerk. Gemeinsam zeigten unsere Partner, wie leistungsstark und eng vernetzt die Region untereinander ist – von hochspezialisierten IT-Lösungen bis hin zu innovativen Ansätzen in der Nachfolgeplanung und Produktion.
Der 3. Sicherheitsdialog: Resilienz und Defence im Fokus
Ein besonderes Highlight war der 3. Sicherheitsdialog, den wir gemeinsam mit der IHK Lahn-Dill veranstalteten. In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten stand die Frage im Fokus, wie sich der Mittelstand durch Diversifikation und „Dual-Use“-Strategien resilienter aufstellen kann. Ein Kernelement war der von Dominic-Klaus Diessner (TeamMit) geführte Messerundgang, an dem rund 70 Branchenvertreter teilnahmen. Der Rundgang machte an fünf Stationen halt, um Praxiseinblicke in den Defence-Bereich zu geben:
- Bei der ITK Precisioning GmbH stellte Oliver Watz hochpräzise Positioniersysteme vor.
- Stefan Uwe Best präsentierte bei Sill Optics innovative Lösungen für Optik und Photonik.
- Wertvolle Einblicke in die Großindustrie gab Axel Biermann am Stand der HENSOLDT AG.
- Das Thema Cyber-Security wurde bei der Sylphen GmbH & Co. KG durch Ralph Boßler vertieft, der über aktuelle Bedrohungslagen informierte.
- Den Abschluss bildete Henner Befort bei Befort Wetzlar, der das Leistungsspektrum optischer Komponenten für Sicherheitsanwendungen skizzierte.


Start-up Matching: Frische Ideen treffen auf Business Angels
Innovation braucht Kapital und Erfahrung – genau diesen Match ermöglichte die Veranstaltung der Business Angels Mittelhessen e.V. am ersten Messetag. Fünf ausgewählte Start-ups präsentierten ihre Visionen vor Investoren und etablierten Unternehmen. Die Bandbreite der Pitches war beeindruckend: von einer Ultraschall-Zahnschiene für die Zahnhygiene über eine KI-Plattform für Compliance-Workflows bis hin zu einem Zero-Waste-Konzept mittels Myzel-Fermentation. Ebenfalls vorgestellt wurden intelligente Einlegesohlen für Demenzpatienten und eine autonome Software-Plattform, die produktionsreife Anwendungen ohne klassisches Coding erstellt. Diese Formate sind essenziell, um die Gründerszene in Mittelhessen direkt mit dem gewachsenen Mittelstand zu verzahnen.

Visionen für morgen: Zukunft Deutschland 2050
Am zweiten Messetag blickten wir unter dem Titel „Zukunft Deutschland 2050 – Technologiepotenziale in Mittelhessen“ gemeinsam mit dem VDI Hessen in die Zukunft. Moderiert von Katja Schaber-Mohr, bot das Event spannende Impulse zur strategischen Positionierung unserer Region. Dr. Wolfgang Zientz (VDI) lieferte den Rahmen mit der Initiative „Zukunft 2050“, während Dr. Johannes Krämer (CSL Behring) und Dr. Jan Marien (Isabellenhütte) konkrete Beispiele für Automatisierung und KI in der Industrie gaben. Ralph Boßler (Sylphen) beleuchtete die IT-Anforderungen für KMU, und Prof. Dr.-Ing. Jens Minnert (StudiumPlus/THM) schlug die Brücke von der akademischen Ausbildung zur praktischen Innovation. Christian Piterek (Regionalmanagement) unterstrich abschließend die Bedeutung regionaler Kooperationsplattformen für diesen Weg.

Ein positives Fazit für den Standort Mittelhessen
Die W3+ Fair 2026 war ein voller Erfolg und hat ihren Ruf als Impulsgeber für die Region bestätigt. „Die Messe hilft uns dabei, unser Netzwerk auszubauen und die richtigen Menschen zu wichtigen Zukunftsfragen in den Dialog zu bringen“, resümierte unser Geschäftsführer Jens Ihle. Für Mittelhessen ist die W3+ Fair weit mehr als eine Leistungsschau – sie ist ein Katalysator für lokale Transformation. Dass über ein Drittel der Aussteller aus unserer Region stammt, unterstreicht unsere Bedeutung als führender Technologiestandort. Wir nehmen wertvolle Impulse, neue Kontakte und die Gewissheit mit nach Hause: Mittelhessen ist bereit für die technologischen Herausforderungen der Zukunft.

