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Automobilzulieferer erwirbt Bürokomplex auf dem Technologie- und Gewerbepark in Wetzlar

max Gepostet von max in Aktuelles aus Mittelhessen 6 min. Lesezeit

von li. Nach re.: Alexander Küster, Knuth Küster, Dieter Küster, Martin Bender, OB Manfred Wagner, Rainer Dietrich, Dr. Andreas Viertelhausen

Die Küster-Gruppe hat einen Bürokomplex auf dem Technologie- und Gewerbepark (ehemaliges Continental-Areal) in Wetzlar erworben. An dem neuen Standort bündelt das Unternehmen neben der Gruppengeschäftsführung alle Zentralfunktionen zur Steuerung der globalen Aktivitäten der Gruppe. Gleichzeitig soll die moderne Infrastruktur die Arbeitgeberattraktivität erhöhen und die Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Arbeitswelt schaffen.

„Wir feiern in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: 100 Jahre Küster – ein Meilenstein, der unsere erfolgreiche Entwicklung unterstreicht und auf den wir sehr stolz sind. In dieser Zeit hat sich unser Unternehmen kontinuierlich gewandelt und weiterentwickelt. Der neue Standort in Wetzlar ist Ausdruck dieser Entwicklung und zugleich ein klares Bekenntnis zu unserer Zukunft – auch und gerade in der Region“, sagt Knuth Küster, Gesellschafter der Küster Gruppe.

Auf dieser Grundlage entsteht in Wetzlar ein Arbeitsumfeld, das gezielt auf die Anforderungen moderner Zusammenarbeit ausgerichtet ist: „Mit dem Standort schaffen wir ein Umfeld, das unsere Funktionsbereiche stärker vernetzt und optimale Rahmenbedingungen für Zusammenarbeit, Kommunikation und bereichsübergreifende Projektarbeit bietet“, ergänzen Alexander Küster, Leiter Strategisches Controlling, und Dieter Küster, Gesellschafter der Küster Gruppe.

Als ausschlaggebend für die Standortauswahl benennt Sandro Scharlibbe, CEO der Küster-Gruppe, die hervorragende infrastrukturelle Anbindung, die in und um Wetzlar angesiedelten Kompetenzen für Feinmechanik, Elektrotechnik und Maschinenbau und vor allem das erfolgreiche, pragmatische Zusammenwirken von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

„Auch die Nähe zum THM-Campus, dem Science Center sowie den benachbarten Hochschulen, bietet zahlreiche Chancen zur Vernetzung und Gewinnung von erfahrenen Experten und Talenten für die zukünftigen Anforderungen unseres Unternehmens“, ergänzt Kai Schlosser, der als COO die technischen Funktionen bei Küster verantwortet.

Teil eines neuen Industrie- und Gewerbeparks

Der Bürokomplex ist Teil des neuen Industrie- und Gewerbeparks, welcher aktuell durch den Projektentwickler Revikon gemeinsam mit der Stadt Wetzlar entwickelt wird.

Wie Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, erklärt: „Ich freue mich sehr, dass sich die Firma Küster im 100. Jahr ihrer erfolgreichen Unternehmensgeschichte entschieden hat, am Standort Wetzlar einen weiteren Entwicklungsschritt zu gehen. Die vormals von Continental genutzte Liegenschaft bietet hervorragende Möglichkeiten, erfüllt sie doch bereits vielfältige Anforderungen, die Zulieferer in der Automobilindustrie heutzutage gewährleisten müssen. Das neue Standbein in Wetzlar und das fortbestehende, traditionelle in Ehringshausen drücken die große Verbundenheit des Unternehmens mit der Region und ihren Menschen aus. In meinen Augen eine großartige unternehmerische Entscheidung. Sie ist Ausdruck der Zuversicht, die es in unserem Land vielmehr bräuchte.“

Auch die Revikon-Geschäftsführer, Martin Bender und Daniel Beitlich, freuen sich über die schnelle Entscheidung der Küster Gruppe: „Ausschlaggebend für die effiziente und erfolgreiche Umsetzung des gemeinsamen Projektes war und bleibt die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Wetzlar. Für uns bestätigt sich einmal mehr, dass die Region hervorragende Ansiedlungsvoraussetzungen für Unternehmen in unterschiedlichsten Bereichen bietet“

Globale Funktionen und Entwicklungskompetenz gebündelt

Am Standort Wetzlar bündelt Küster zukünftig sowohl Entwicklungskompetenzen als auch viele weitere zentrale Funktionen, welche die weltweiten Geschäfte der Gruppe steuern und im Sinne eines Headquarters die Standorte in Europa, Asien und Amerika vernetzen.

Gleichzeitig bleibt Ehringshausen als Gründungsstandort und Produktionswerk ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstruktur. Ausschlaggebend dafür war auch die Überzeugung, dass erfolgskritische Technologie- und Fertigungskompetenzen gerade im Zeitalter geopolitischer Verwerfungen auch künftig vor Ort beherrscht und weiterentwickelt werden müssen. Darüber hinaus sollen am Standort Ehringshausen die Themen Hochautomatisierung, Digitalisierung von Prozessen, Logistik- und Distribution, das globale Ersatzteilmanagement und die Non-Automotive Aktivitäten des Unternehmens gebündelt werden. Mit dieser Aufstellung verbindet die Küster-Gruppe die Stärken eines etablierten Produktionsstandorts mit den Möglichkeiten eines global ausgerichteten Funktions- und Entwicklungszentrums und unterstreicht damit neben seiner strategischen Ausrichtung auch ihre Verbundenheit mit dem Standort Deutschland und der Region.

Dirk Nunn, CFO der Küster-Gruppe, betont in diesem Zusammenhang, dass der umsichtige Umgang der Eigentümer mit den erzielten Überschüssen der letzten Jahre und deren klares Bekenntnis zum Unternehmen, ein solides Fundament und einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil im Rahmen der anstehenden Veränderungen darstellen.