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Handwerkskammer Wiesbaden stellt Weichen für Bildungsstandort Wetzlar

max Gepostet von max in Aktuelles aus Mittelhessen 3 min. Lesezeit

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden Pierre Schlosser, der Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar Manfred Wagner und Kammerpräsident Stefan Füll setzen ein gemeinsames Zeichen für die Zukunft beruflicher Bildung in Wetzlar. (Bild: Handwerkskammer Wiesbaden)

Die Handwerkskammer Wiesbaden hat die Weichen für die Weiterentwicklung ihres größten Berufsbildungs- und Technologiezentrums gestellt. Kammerpräsident Stefan Füll und Hauptgeschäftsführer Pierre Schlosser unterzeichneten in Wetzlar einen Optionskaufvertrag für ein mehr als 6.000 Quadratmeter großes Teilgrundstück der sogenannten Bachweide. Die Fläche liegt unmittelbar neben dem Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Lahn-Dill „Arnold-Spruck-Haus“ und eröffnet der Kammer zusätzliche Entwicklungsperspektiven für den Standort. Der Vertrag räumt der Handwerkskammer fünf Jahre ein, um über die endgültige Erwerbszusage zu entscheiden.

„Die Unterzeichnung ist ein klares Bekenntnis zum Bildungsstandort Wetzlar“, betont Füll. „Wir investieren damit in die Zukunft beruflicher Bildung und in die Fachkräftesicherung des Handwerks in Mittelhessen.“

Mehr Raum für moderne Werkstätten

Das bestehende Grundstück des BTZ einschließlich der Internatsfläche umfasst 15.090 Quadratmeter. Davon entfallen 6.493 Quadratmeter auf bebaute Fläche. Die Handwerkskammer Wiesbaden benötigt zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, um Werkstätten am Standort Wetzlar ausbauen und modernisieren zu können. Insbesondere in den Bereichen Kfz und SHK sieht die Kammer wachsende Bedarfe. Beide Gewerke entwickeln sich technisch weiter, stellen höhere Anforderungen an Ausstattung und benötigen mehr Raum als in der Vergangenheit. Zugleich prüft die Handwerkskammer Wiesbaden, ob künftig weitere Gewerke am Standort abgebildet werden können.

„Das BTZ Lahn-Dill ist für uns die Universität des Handwerks in Wetzlar“, erklärt Schlosser. „Damit dieser Standort seine Aufgabe auch künftig erfüllen kann, brauchen wir Entwicklungsflächen. Der Optionskaufvertrag verschafft uns den notwendigen zeitlichen und planerischen Spielraum.“

Die Weiterentwicklung der kammereigenen Bildungszentren war in den vergangenen Monaten mehrfach Thema in den Gremien der Handwerkskammer Wiesbaden. Neben laufenden Modernisierungen stehen dabei auch langfristige Standortfragen im Mittelpunkt. Ziel ist es, moderne und praxisnahe Qualifizierung für Auszubildende, Fachkräfte und Betriebe im Kammerbezirk zu sichern.

Dass zunächst ein Optionskaufvertrag geschlossen wird, hängt mit den noch erforderlichen Abstimmungen zur Förderung und Finanzierung zusammen. Die Handwerkskammer Wiesbaden schafft damit eine Grundlage, um die nächsten Schritte sorgfältig vorzubereiten.