Mehr Platz für das Handwerk der Zukunft: Die Handwerkskammer Wiesbaden hat die Weichen für die Weiterentwicklung ihres größten Berufsbildungs- und Technologiezentrums gestellt. Kammerpräsident Stefan Füll und Hauptgeschäftsführer Pierre Schlosser unterzeichneten bei Oberbürgermeister Manfred Wagner in Wetzlar einen Optionskaufvertrag für ein mehr als 6.000 Quadratmeter großes Teilgrundstück der sogenannten Bachweide.
Die Fläche liegt unmittelbar neben dem Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Lahn-Dill „Arnold-Spruck-Haus“ und eröffnet der Kammer zusätzliche Entwicklungsperspektiven für den Standort.

Der Vertrag sichert der Kammer nun fünf Jahre Zeit, um über den endgültigen Erwerb zu entscheiden, abhängig von Förder- und Finanzierungsfragen. „Die Unterzeichnung ist ein klares Bekenntnis zum Bildungsstandort Wetzlar“, betont Stefan Füll. „Wir investieren damit in die Zukunft beruflicher Bildung und in die Fachkräftesicherung des Handwerks in Mittelhessen.“
Mehr Raum für moderne Werkstätten und wachsende Bedarfe am BTZ
Das bestehende Grundstück des BTZ einschließlich der Internatsfläche umfasst 15.090 Quadratmeter. Davon entfallen 6.493 Quadratmeter auf bebaute Fläche. Die Handwerkskammer Wiesbaden benötigt zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, um Werkstätten am Standort Wetzlar ausbauen und modernisieren zu können.
Insbesondere in den Bereichen Kfz und SHK sieht die Kammer wachsende Bedarfe. Beide Gewerke entwickeln sich technisch weiter, stellen höhere Anforderungen an Ausstattung und benötigen mehr Raum als in der Vergangenheit. Zugleich prüft die Handwerkskammer Wiesbaden, ob künftig weitere Gewerke am Standort abgebildet werden können. „Das BTZ Lahn-Dill ist für uns die Universität des Handwerks in Wetzlar“, erklärt Schlosser. „Damit dieser Standort seine Aufgabe auch künftig erfüllen kann, brauchen wir Entwicklungsflächen. Der Optionskaufvertrag verschafft uns den notwendigen zeitlichen und planerischen Spielraum.“
Die Weiterentwicklung der kammereigenen Bildungszentren war in den vergangenen Monaten mehrfach Thema in den Gremien der Handwerkskammer Wiesbaden. Neben laufenden Modernisierungen stehen dabei auch langfristige Standortfragen im Mittelpunkt. Ziel ist es, moderne und praxisnahe Qualifizierung für Auszubildende, Fachkräfte und Betriebe im Kammerbezirk zu sichern.
Dass zunächst ein Optionskaufvertrag geschlossen wird, hängt mit den noch erforderlichen Abstimmungen zur Förderung und Finanzierung zusammen. Die Handwerkskammer Wiesbaden schafft damit eine Grundlage, um die nächsten Schritte sorgfältig vorzubereiten.
Quelle: Handwerkskammer Wiesbaden
Für Mittelhessen ist das eine gute Nachricht
Die Handwerkskammer Wiesbaden ist als größter Gesellschafter der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH seit deren Gründung eng mit der Region verbunden und deckt mit ihrem Kammerbezirk vier der fünf mittelhessischen Landkreise ab. Dass sie ihren zentralen Ausbildungsstandort in Wetzlar langfristig stärkt, sichert praxisnahe Qualifizierung für Auszubildende, Fachkräfte und Betriebe in der gesamten Region.
Der HWK-Jahresempfang Mittelhessen, der wenige Tage zuvor im Arnold-Spruck-Haus stattfand, hatte das Thema bereits in den Mittelpunkt gerückt: Kammerpräsident Stefan Füll machte dort deutlich, wie stark die Betriebe unter der aktuellen Belastung leiden und welche Rolle verlässliche Rahmenbedingungen für das Handwerk in der Region spielen.