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Interview: Was erwartet Mittelhessen beim Innovationsfestival?

max Gepostet von max in Aktuelles aus dem Regionalmanagement 7 min. Lesezeit

Das Festival „Disrupt from the core“ will den Transfer neuer Technologien beschleunigen und Innovation gemeinsam vorantreiben

Disrupt from the Core schafft eine Plattform, auf der Forschung auf Anwendung trifft. Forschende und Hochschulangehörige erhalten am 20. und 21. Oktober 2026 im Lokschuppen in Marburg die Möglichkeit, ihre Technologien und Ideen mit Unternehmen und Startups weiterzuentwickeln, neue Kooperationspartner kennenzulernen und Anwendungsfelder zu erschließen.

Das Programm umfasst Keynotes, Talks und Panels zu Zukunftstechnologien und Innovationsentwicklung, Workshops und Masterclasses rund um Research-to-Market sowie Best Practices erfolgreicher Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Matchmaking-Formate und der Austausch mit Unternehmen und Startups eröffnen die Möglichkeit, potenzielle Kooperations- und Pilotpartner kennenzulernen, Feedback aus der Praxis zu erhalten und gemeinsam neue Transferprojekte anzustoßen.

Das Festival wird vom Innovations- und Startupcampus StartMiUp in Kooperation mit LOVEDIS und dem Regionalmanagement Mittelhessen organisiert.

Weitere Infos zum Festival finden Sie hier: https://mittelhessen.eu/event/disrupt-from-the-core/ 

Viele mittelständische Unternehmen wissen, wie wichtig Transformation ist. Aber oft ist unklar, wo sie anfangen sollen. Wie unterstützt Disrupt from the Core dabei?

M. Steinbrenner: Der Einstieg scheitert selten an fehlender Einsicht, sondern an der Größe der Frage. Disrupt from the Core dreht das um: Statt der großen Vision zeigt das Festival konkrete Ansatzpunkte, an denen Veränderung real anfängt.

P. Kuhr: Wir wollen disruptive Technologien wie KI, Quantencomputing oder Robotik aus dem reinen „Tech-Sprech“ herausholen und greifbar machen: Was verändert sich tatsächlich für Unternehmen? Welche Anwendungen funktionieren heute schon? Und welche Entwicklungen sollte ich für meine Strategie im Blick behalten?

M. Steinbrenner: Man sieht, was in anderen Unternehmen schon funktioniert, trifft die Leute, die es umsetzen, und nimmt einen ersten Schritt mit, der ins eigene Tagesgeschäft passt.

P. Kuhr: Dafür bringen wir in Kooperation mit dem Regionalmanagement Mittelhessen und LOVEDIS Unternehmen mit Forschung, Startups und anderen Mittelständlern zusammen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben. Es geht darum, Trends zu zeigen, Praxisbeispiele sichtbar zu machen und Austausch mit den Menschen zu ermöglichen, die bei der Transformation unterstützen können.

J. Ihle: Events sinds immer nur der Anfang für nachhaltige Effekte. Hier trifft man Kooperationspartner, kann Themen und „Druckpunkte“ addressieren und bekommt Ideen an die Hand, wie man weiterkommt. Aber Ehrlichkeit auf der Seiten der KMU Ist genauso wichtig, wie das Ablegen von informativer Bevormundung von der Bühne. Das versuchen wir zu organisieren!

Welchen konkreten Mehrwert über Inspiration hinaus nimmt ein mittelständisches Unternehmen nach den 1,5 Tagen mit nach Hause? → Umsetzbare Erkenntnisse, Kontakte oder Projekte?

M. Steinbrenner und P. Kuhr: Im besten Fall geht ein Unternehmen nicht nur mit neuen Ideen nach Hause, sondern mit einem nächsten Schritt bzw. konkret umsetzbaren Use Case mit klarem Mehrwert. Das kann ein neuer Kontakt zu einem Startup oder einer Forschungsgruppe sein, Feedback zu einer eigenen Transformationsfrage, ein Ansatz für ein Pilotprojekt oder auch Klarheit darüber, welche Technologie sich näher anzuschauen lohnt.

Deshalb verbinden wir Keynotes, Panels, Masterclasses und Workshops bewusst mit Matchmaking, Praxisfeedback und Beratungsangeboten rund um die Finanzierung von Innovation und Transformation.

Warum lohnt es sich gerade für Unternehmen aus Mittelhessen, Teil dieses Festivals zu sein bzw. Was verpassen mittelhessische Unternehmen, wenn sie nicht dabei sind? → Stärkt den regionalen Bezug und zeigt, warum Vernetzung vor Ort ein Wettbewerbsvorteil ist.

M. Steinbrenner: Weil Transformation, die für Mittelhessen relevant ist, nicht in Berlin passiert, sondern hier. Die Unternehmen, mit denen ihr in fünf Jahren zusammenarbeitet, die Talente, die Technologien – vieles davon sitzt in der Region und trifft sich an diesen Tagen an einem Ort. Wer nicht dabei ist, verpasst nicht nur ein paar Vorträge, sondern auch den Anschluss an ein Netzwerk, das gerade entsteht.

P. Kuhr: Mittelhessen hat eine starke Forschungslandschaft, innovative Unternehmen, Startups und viele Akteure, die Transformation unterstützen können. Mit Disrupt from the Core schaffen wir einen Ort, an dem diese Verbindungen zusammenwachsen. Für Unternehmen ist das eine Chance, direkt vor der eigenen Haustür neue Technologien kennenzulernen, wissenschaftliche Expertise zu erhalten und vielleicht auch den Partner für das nächste Innovationsprojekt zu finden.

J. Ihle: Wir haben hier einen gemeinsamen Kern. Nennt es Heimat oder Standort- egal. Beziehungen zu Mitarbeitern, Geschäftspartnern, zu seiner Hochschule etc. Dies gepaart mit der Erkenntnis, dass Dinge gemeinsam besser zu lösen sind, als alleine, sollte motivieren zu kommen. Um im Bild zu bleiben: Disrupt from the Core ist das mittelhessische Backkhausfest für Innovation und Zukunft.

Weitere Infos zum Festival finden Sie hier: https://mittelhessen.eu/event/disrupt-from-the-core/