Die wirtschaftliche Lage in Mittelhessen (Lahn-Dill-Kreis, Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf, Vogelsbergkreis und Limburg-Weilburg) hat sich im Frühsommer 2026 nicht verbessert. Was zunächst als konjunkturelle Delle galt, hat sich in weiten Teilen zu einer Struktur-, Vertrauens- und Investitionsfrage ausgewachsen. Die Unternehmen in der Region halten sich bei Neuinvestitionen zurück, verschieben Zukunftsprojekte und passen ihren Personalbestand an.
Diese Zusammenfassung basiert auf den Konjunkturumfragen der vier mittelhessischen Industrie- und Handelskammern für den Frühsommer 2026 und den Konjunkturberichten der Handwerkskammern Wiesbaden (zuständig für Ober-, West- und Mittelhessen) und Kassel (zuständig für Nord-, Ost- und Mittelhessen) für das 1. Quartal. Die aktuellen Daten zeigen klar: Die Region braucht wirtschaftspolitische Impulse, um ihre industrielle und handwerkliche Substanz zu erhalten.
Kein regionales Phänomen: Der Blick auf Bund und Land
Deutschland befindet sich in der längsten Phase negativer Unternehmenserwartungen seit 20 Jahren. Der DIHK-Stimmungsindex fiel von 95,9 auf 88,1 Punkte, er fasst Geschäftslage und -erwartungen zusammen. Bundesweit berichten 26 Prozent der IHK-Mitgliedsunternehmen von einer schlechten Geschäftslage, nur noch 23 Prozent von einer guten. Die DIHK hat ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 0,3 Prozent gesenkt. Die DIHK-Hauptgeschäftsführerin Melnikov sagt: „Anders als in früheren Krisen haben viele Betriebe kaum noch Reserven, um den Belastungen etwas entgegenzusetzen. Wir leben in Deutschland von der Substanz.“ (DIHK, Institut der deutschen Wirtschaft).
Ähnliche Rückgänge melden auch Bundesländer: In Hessen fiel der Index um neun Punkte auf 85,8. In Rheinland-Pfalz sogar um zwölf Punkte auf 81, schlechter als zu Zeiten der Corona-Pandemie. Die Herausforderungen sind dieselben: gestiegene Energiekosten, schwache Inlandsnachfrage, Investitionszurückhaltung. Mittelhessen liegt also im bundesweiten Trend, teils sogar leicht darunter.
Auch das Handwerk zeigt bundesweit das gleiche Bild. Der Geschäftsklimaindikator des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fiel im ersten Quartal 2026 um sechs Punkte auf 107. Die zaghafte Aufwärtsentwicklung der beiden Vorjahre ist damit aufgebraucht. Umsätze gehen zurück, der Beschäftigungsindikator liegt bei minus 9 Punkten. Der ZDH-Generalsekretär Schwannecke sagt: „Wenn selbst leichte Erholungssignale sofort wieder verpuffen, ist das kein Zufall, sondern Ergebnis ausbleibender Reformen.“ (ZDH, ZDH)
Die Frühsommer-Umfragen der mittelhessischen IHKn lassen keine Zweifel: Der erhoffte Aufschwung ist ausgeblieben
Als zentraler Seismograf der regionalen Wirtschaft gilt der Konjunkturklimaindex. Er errechnet sich aus dem geometrischen Mittelwert der betrieblichen Angaben zur gegenwärtigen Geschäftslage und den zukünftigen Erwartungen. Die Skala reicht dabei von 0 bis 200 Punkten, wobei die Marke von 100 Punkten die entscheidende Wachstums- oder Zufriedenheitsschwelle markiert. Werte über 100 deuten auf eine wachsende, dynamische Wirtschaft hin, während Werte unter 100 eine Stagnation, Skepsis oder gar Rezession signalisieren.
Die aktuellen Erhebungen zeigen, dass diese Schwelle in der Region derzeit klar unterschritten wird:
IHK Lahn-Dill: Skepsis verfestigt sich
- Der Geschäftsklimaindex im Kammerbezirk Lahn-Dill sinkt von 92 auf 82 Punkte. Hier planen neun Prozent der Unternehmen mit einem Beschäftigungsaufbau, 28 Prozent planen mit einem Beschäftigungsabbau. Ihre Investitionspläne erhöhen wollen nur noch 23 Prozent, in zur Planung unverändertem Maße investieren wollen 42 Prozent und 35 Prozent wollen im Laufe der nächsten 12 Monate weniger investieren. Das meistgenannte Investitionsmotiv ist hierbei der Ersatzbedarf, die Kapazitätserweiterung ist mit 11 Prozent nur an fünfter Stelle der Nennungen.
- Großhandel stellt Gegenpol zu anderen Branchen dar: 44 Prozent der Großhändler berichten von einer guten Lage (11 Prozent zum Jahresbeginn 2026), während 45 Prozent der Großhändler sich mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden zeigen. Nur 11 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen Ihre Lage mit „schlecht“ (44 Prozent zum Jahresbeginn 2026). IHK-Präsident Heusler fasst die Stimmung zusammen: „Von einer konjunkturellen Belebung kann derzeit keine Rede sein. Wir brauchen keine Beispiele mehr, wir brauchen Taten. Ohne klare Signale und echte Entlastungen droht sich die wirtschaftliche Stagnation zu verfestigen.“
IHK Gießen-Friedberg: Handel unter besonderem Druck
- Hier sinkt der Index von 95,2 auf 80,9 Punkte (exklusive Wetterau: Der Kreis Gießen fällt von 98,0 auf 86,4 Punkte, der Vogelsbergkreis auf mäßige 76,0 Punkte). Nur 3,7 Prozent der Betriebe im Bezirk planen Neueinstellungen, 25,8 Prozent rechnen mit Personalabbau. 70 Prozent der verbleibenden Investitionen fließen in den Ersatzbedarf, echte Kapazitätserweiterungen machen nur 10,3 Prozent aus. Auffällig ist die Entwicklung im Einzelhandel: 40 Prozent bewerten ihre Lage als schlecht, 65 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung. IHK-Präsident Schwarz: „Unsere Unternehmen kämpfen mit schwacher Inlandsnachfrage, hohen Kosten und großer Unsicherheit – und das bremst Investitionen und Beschäftigung immer stärker aus.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Leder ergänzt mit Blick auf das Exportgeschäft: „Wir erleben ein gefährliches Zusammenspiel aus Energiepreisschock, fragiler Logistik und wachsendem geopolitischem Misstrauen.“
- Im Einzelhandel setzt sich der Druck fort, hier liegt der Teilindex bei 52 Punkten. Rückläufige Innenstadtfrequenzen, Erreichbarkeitsprobleme und der wachsende Onlinehandel stellen stationäre Geschäfte vor anhaltende Herausforderungen. Auch unternehmensorientierte Dienstleistungen wie IT, Beratung und Marketing verlieren an Dynamik, weil Industriekunden ihre Budgets reduzieren.
IHK Kassel-Marburg: Baugewerbe und Arbeitsmarkt unter Druck
- Der Klimaindex in der Region Marburg stürzt von 98,4 auf 83,4 Punkte ab. Der Investitionssaldo brach auf minus 12,9 Punkte ein; der Beschäftigungssaldo liegt bei minus 23,3 Punkten. Nur noch 7,4 Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen, 30,7 Prozent rechnen mit Personalabbau. Besonders deutlich ist die Entwicklung im Baugewerbe: Hier sank der Klimaindex des von 118,6 auf 60,0 Punkte. Derzeit erwartet im Bezirk Kassel-Marburg kein befragtes Bauunternehmen eine kurzfristige Verbesserung. Die angekündigten Sonderinvestitionsprogramme und Baupakete der Politik haben die Baustellen vor Ort bisher nicht erreicht. Zwischen politischen Ankündigungen und konkreten Aufträgen klafft eine erhebliche Lücke.
- „Die Wirtschaft verwaltet vielerorts nur noch den Bestand, statt aktiv Zukunft zu gestalten. Wenn Investitionen dauerhaft ausbleiben, verliert der Standort Schritt für Schritt an Innovationskraft, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.“ sagt Jörg Diehl, Mitglied des Präsidiums der IHK Kassel-Marburg und Geschäftsführer der SW-MOTECH GmbH & Co. KG aus Rauschenberg. Besonders deutlich ist die Entwicklung im Baugewerbe, das über Jahre ein stabiles Standbein der regionalen Wirtschaft war.
IHK Limburg: Erholung nicht tragfähig
- Nach einer kurzen Hoffnung zu Jahresbeginn bricht der Index auch hier wieder auf 87,6 Punkte ein. Nahezu alle Branchen verzeichnen Rückgänge: Großhandel fiel von 86,6 auf 61,2 Punkte, Verkehr von 101 auf 68,3 Punkte, Handel von 92,8 auf 76,7 Punkte. Einziger Lichtblick ist das Gastgewerbe, das leicht von 106 auf 110,6 Punkte zulegte.
- Hauptgeschäftsführerin Sommer sagt: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die wirtschaftliche Stabilisierung zu Jahresbeginn noch keine belastbare Trendwende war. Vor allem die schwache Investitionsbereitschaft macht deutlich, dass Verlässlichkeit und Planungssicherheit nach wie vor fehlen.“
Auch das Handwerk meldet ähnliche Signale
Das Kraftfahrzeuggewerbe bleibt branchenübergreifend der Lichtblick. Bei der HWK Wiesbaden stieg der Anteil der Betriebe mit guter Lage auf 63,8 Prozent, der Geschäftsklimaindex liegt bei 126,2 Punkten. Auch im Bezirk Kassel zeigt sich die Branche stabil bei einem Index von 110,2 Punkten, wenn auch leicht rückläufig gegenüber dem Vorquartal (121,1 Punkte). Getragen wird die gute Stimmung von einem starken Gebrauchtwagengeschäft, steigenden Reparaturaufträgen durch eine alternde Fahrzeugflotte und wachsenden E-Auto-Zulassungen. Auffällig ist allerdings in beiden Kammerbezirken eine Spreizung: Während viele Betriebe von guter Lage berichten, wächst gleichzeitig der Anteil der Betriebe mit schlechter Einschätzung. Ein Hinweis darauf, dass Marke, Werkstattanteil und E-Auto-Geschäft über den Erfolg einzelner Betriebe entscheiden.
Im Nahrungsmittelhandwerk (Bäcker, Fleischer, Konditoren) zeigt sich nach einem saisonal starken Jahresende eine deutliche Ernüchterung. Bei der HWK Wiesbaden sank der Anteil der Betriebe mit guter Lage auf 25 Prozent, 35 Prozent berichten von einer schlechten Lage; der Geschäftsklimaindex fiel auf 94,9 Punkte. Im Bezirk Kassel zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Index liegt bei 93,9 Punkten, nur noch 11,4 Prozent der Betriebe melden eine gute Geschäftslage, während 25,7 Prozent sie als schlecht einstufen. Beide Kammern führen das vor allem auf die stark gestiegenen Einkaufspreise zurück, die in dieser energieintensiven Branche kaum an preissensible Kunden weitergegeben werden können.
Das Baugewerbe bleibt verhalten. Bei der HWK Wiesbaden meldet nur knapp ein Drittel der Betriebe (32,3 Prozent) eine positive Lage, der Geschäftsklimaindex liegt bei 98,7 Punkten. Im Bezirk Kassel zeigt sich die Branche mit 106,9 Punkten etwas stabiler, wenn auch ebenfalls rückläufig gegenüber dem Vorjahr (112,3 Punkte); 30,9 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage als gut. In beiden Bezirken setzen die Betriebe auf die im Jahresverlauf 2026 erwarteten Effekte der Sonderinvestitionsprogramme und Baupakete, die vor allem im Wohnungsbau Impulse bringen sollen. Diese sind bislang jedoch nicht durchgängig spürbar.
Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (etwa Feinwerkmechaniker, Metallbauer) zeigen ein gegensätzliches Bild zwischen den Kammerbezirken. Bei der HWK Wiesbaden stabilisierte sich die Branche nach einem schwachen Jahresende, der Geschäftsklimaindex stieg auf 102,5 Punkte. Im Bezirk Kassel hingegen sank der Index deutlich von 131,5 auf 102,9 Punkte: nach einem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal eine spürbare Normalisierung. Der Anteil der Betriebe mit guter Lage fiel hier auf 25,3 Prozent, deutlich weniger als im Vorjahr (55,6 Prozent).
In den Gesundheitshandwerken (Augenoptiker, Zahntechniker, Hörgeräteakustiker) zeigt sich ebenfalls ein gemischtes Bild. Die HWK Wiesbaden meldet hier mit 52,6 Prozent den höchsten Anteil guter Lagebewertungen aller Branchen und einen Geschäftsklimaindex von 111,4 Punkten. Im Bezirk Kassel ist die Stimmung gedämpfter: Der Index sank auf 104,9 Punkte, der Anteil der Betriebe mit guter Lage liegt bei 38,5 Prozent. Beide Kammern weisen darauf hin, dass sich an der Befragung in dieser Branche nur wenige Betriebe beteiligt haben, die Werte also nur eingeschränkt aussagekräftig sind.
Für die personenbezogenen Dienstleister (etwa Friseure, Kosmetiker) liefert die HWK Wiesbaden für dieses Quartal keine belastbaren Werte, da die Befragung dort aus technischen Gründen nicht vollständig durchgeführt werden konnte. Der Bezirk Kassel zeigt für diese Branche dagegen einen leicht positiven Trend: Der Geschäftsklimaindex stieg auf 105,4 Punkte, nach 104,3 im Vorquartal. 23,4 Prozent der Betriebe melden eine gute Lage, 22,5 Prozent eine schlechte. Die Kammer führt die etwas optimistischere Stimmung auch auf die anstehenden Sommermonate zurück.
Substanzabbau statt Transformation? Was uns die Zahlen sagen:
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- Besonders auffällig ist der derzeit geringen Bereitschaft zu Investitionen. Der Investitionsattentismus (das systematische Aufschieben von Investitionen durch Unternehmen oder Privatpersonen in Erwartung besserer Rahmenbedingungen ist gekennzeichnet durch eine abwartende Haltung, um finanzielle Risiken in unsicheren Zeiten zu minimieren oder von künftigen Subventionen, besseren Marktbedingungen oder niedrigeren Zinsen zu profitieren) schaltet die Wirtschaft quasi flächendeckend in den Überlebensmodus.
- Diese Entwicklung schlägt nun auch auf den Arbeitsmarkt durch: Jahrelang war der Fachkräftemangel das dominierende Risiko, nun rutscht er im Sorgenportfolio der Unternehmen nach hinten, weil schlicht die Wachstumsdynamik fehlt. Angesichts der demografischen Lücke ist dieser erzwungene Personalabbau ein Risiko für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Region.
- Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Krise nicht alle Betriebe gleich trifft. Innerhalb einzelner Branchen driften erfolgreiche und weniger erfolgreiche Unternehmen zunehmend auseinander, selbst wenn sie demselben Gewerk oder derselben Branche angehören. Die wirtschaftliche Schwäche wird damit auch zu einer Frage der individuellen Wettbewerbsfähigkeit.
Was Unternehmen und Betriebe als Risiko sehen
Die IHK-Unternehmen nennen für die nächsten zwölf Monate ein ähnliches Bündel an Herausforderungen. Die Energiekosten stehen dabei weit oben: Rund drei Viertel der Handwerksbetriebe (74 Prozent im Bezirk Wiesbaden, 71,8 Prozent im Bezirk Kassel) sehen gestiegene Einkaufspreise als erhebliche Belastung. Jedes fünfte Unternehmen meldet Liquiditätsengpässe, fast ein Viertel (23,6 Prozent) verzeichnet laut Handwerkskammer einen besorgniserregenden Rückgang des Eigenkapitals.

Als größte Belastung nennen die HWK-Betriebe die stark gestiegenen Einkaufspreise: Im Kammerbezirk Wiesbaden berichten 73,6 % der Unternehmen von höheren Einkaufskosten, in Kassel sind es 71,8 %. In Wiesbaden rechnen zudem 80 % der Betriebe mit weiteren Preissteigerungen. Gleichzeitig belastet die schwache Nachfrage die wirtschaftliche Entwicklung. In Wiesbaden meldet rund ein Drittel der Betriebe (33,8 %) sinkende Auftragseingänge, in Kassel sind es 32,2 %. Auch die Umsätze entwickeln sich verhalten: Während in Wiesbaden 26,0 % der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichnen, liegt dieser Anteil in Kassel mit 34,9 % deutlich höher. Die schwierige wirtschaftliche Lage wirkt sich zunehmend auf Beschäftigung und Investitionen aus. In Wiesbaden haben 18,0 % der Betriebe Personal abgebaut, in Kassel 15,1 %. Gleichzeitig reduzierten 37,1 % der Betriebe im Kammerbezirk Wiesbaden und 35,6 % im Kammerbezirk Kassel ihre Investitionen.

Forderungen an die Politik: „Wir brauchen keine Beispiele mehr, wir brauchen Taten“
Die Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft schlagen kollektiv Alarm und fordern ein schnelles, tiefgreifendes Reformpaket.
Um den Abwärtstrend zu stoppen, könnten gemäß der Berichte folgende Punkte für mehr Wettbewerbsfähigkeit sorgen:
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- Steuerliche Entlastung: Vorziehen der bereits beschlossenen Unternehmenssteuersatzsenkungen auf den 1. Januar 2027. Zudem eine unbedingte Absage an jegliche kommunale Steuererhöhungen.
- Stromsteuer senken: Die längst versprochene, flächendeckende Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen muss sofort umgesetzt werden.
- Echte Reform der Einkommenssteuer: Gezielte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen, um die Inlandsnachfrage zu stärken, ohne Leistungsträger stärker zu belasten.
- Konsequenter Bürokratieabbau: Hier empfiehlt die regionale Wirtschaft ausdrücklich das Modell Nordrhein-Westfalens für Hessen. Dort entzieht die Regierung zum 1. Januar 2027 allen landesseitigen Dokumentations- und Berichtspflichten, die die Wirtschaft belasten, pauschal die rechtliche Grundlage.
- Infrastrukturgesetz verabschieden: Das milliardenschwere Investitionspaket muss endlich rechtssicher freigegeben werden, damit die Gelder direkt in die Modernisierung von mittelhessischen Straßen, Schienen und Brücken fließen können.
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Die Ergebnisse sind ein unüberhörbares Signal: Mittelhessen hat das Potenzial für wirtschaftliche Stärke. Dafür braucht es jetzt aber von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Energiekosten und politische Planungssicherheit, um die tragenden Stärken des Mittelstands zu sichern.
Quellen:
Konjunkturbericht Handwerkskammer Kassel
Konjunkturbericht Handwerkskammer Wiesbaden
Konjunkturumfrage IHK Kassel-Marburg
Konjunkturumfrage IHK Lahn-Dill
Konjunkturumfrage IHK Limburg
Konjunkturumfrage IHK Gießen-Friedberg