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SkyMi: Mittelhessische Schulen starten ihre Forschung am Rande des Weltraums

Melanie Meuser Gepostet von Melanie Meuser in Aktuelles aus dem Regionalmanagement 7 min. Lesezeit

Große Ideen brauchen Raum. Und manchmal auch Höhe: Im Rahmen des Forschungsprojekts bzw. -wettbewerbs „SkyMi – Mittelhessen hebt ab!“ haben sechs weiterführende Schulen aus der Region gewonnen und können nun jeweils ein komplettes Wetterballon-Set für eigene Experimente in der Stratosphäre nutzen. Zwei weitere Schulen haben durch die Unterstützung der Hessischen Staatskanzlei die Möglichkeit, Ballons aufsteigen zu lassen, so dass nun an insgesamt 8 Startpunkten die Experiment-Flüge starten können.

„SkyMi“ zeigt eindrucksvoll, wie praxisnahe MINT-Förderung junge Menschen für Forschung begeistert: durch eigene Fragestellungen, echte Messdaten und das Erleben wissenschaftlicher Prozesse unter außergewöhnlichen Bedingungen hoch über Mittelhessen. Am 10. Februar 2026 haben wir an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) den Abschluss des Wettbewerbs gefeiert und die Preise überreicht.

Zum Hintergrund:

  • SkyMi richtet sich gezielt an weiterführende Schulen und Projektgruppen der Sekundarstufen I und II, die eigene Experimente am Übergang zur Stratosphäre planen. Ob atmosphärische Messungen, physikalische Analysen, biologische Fragestellungen oder technische Datenauswertung: Die Wetterballons dienen als Plattform für selbstentwickelte Forschungsprojekte unter realen Bedingungen.
  • Organisiert wird SkyMi gemeinschaftlich vom Schülerinnen- und Schüler-Forschungszentrum Mittelhessen, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg, der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie dem Forschungscampus Mittelhessen. Nach einer Vorbereitungsphase und einem Projekttag an der JLU ist für September 2026 ein gemeinsamer Start aller sechs Ballone geplant. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden im Anschluss bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung an der Philipps-Universität Marburg präsentiert.
  • Das Schülerinnen-Forschungszentrum Mittelhessen als engagiertes Netzwerk-Mitglied des mittelhessischen MINT-Clusters MINTmit hatte 2025 den vom Regionalmanagement Mittelhessen vergebenen „MINTmit-Preis“ für außerordentliche Leistungen rund um die MINT-Bildung in Mittelhessen gewonnen und das Preisgeld direkt in die Umsetzung des Wettbewerbs gesteckt. Gesponsert wird der Preis von der Schunk Group in Heuchelheim.

Mehr zum Wettbewerb erfahren Sie auf der Seite des Schülerinnen- und Schüler-Forschungszentrums Mittelhessen.

Insgesamt 16 Schulen hatten sich mit durchdachten, kreativen und interdisziplinären Konzepten auf den Wettbewerb beworben.

Entscheidend waren neben der fachlichen Qualität der Projektideen vor allem der forschende Ansatz, die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler sowie das Entwicklungspotenzial der Schulen im MINT-Bereich, insbesondere im ländlichen Raum.

Die sechs Sieger-Schulen sind:
🏅 Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach
🏅 Westerwaldschule Driedorf
🏅 Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf
🏅 Johann-Textor-Schule Haiger
🏅 Gesamtschule Gießen-Ost
🏅 Goldbachschule Dillenburg-Fronhausen

Die beiden weiteren Starts können durchführen in Marburg (Elisabethschule, Gymnasium Philippinum, Montessorischule) und in Gießen (Landgraf-Ludwigs-Gymnasium).

Die glücklichen Sieger-Teams bei der Preisverleihung

Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der mittelhessischen Hochschulen, der regionalen MINT-Cluster sowie des Regionalmanagements Mittelhessen traf nach intensiver Beratung die Auswahl: Von der Justus-Liebig-Universität Gießen waren Prof. Dr. Kai-Thomas Brinkmann, Professor am II. Physikalischen Institut, sowie Christina Heinz vertreten. Die Philipps-Universität Marburg wurde durch Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Akademischer Direktor am Fachbereich Pharmazie und Leiter des Chemikum Marburg, Prof. Dr. Gert Bange, Vizepräsident für Forschung und Universitätsprofessor am Zentrum für Synthetische Mikrobiologie, Dr. Judith Klatt, Forschungsgruppenleiterin am Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde, sowie Tatjana Laudage vertreten. Seitens der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) nahmen Jens Schumacher, Vizepräsidnet Prof. Dr. Thorsten Frey und Manuel Heinrich teil. Der Forschungscampus Mittelhessen (FCMH) war durch Dr. Eva-Maria Aulich aus der Geschäftsstelle vertreten. Für die Stadt Wetzlar und das Science Center EXPLORIKUS waren Laura Lücke und Tom-Niklas Krämer dabei. Das Regionalmanagement Mittelhessen GmbH wurde durch Melanie Meuser in ihrer Rolle als Projektleiterin des MINt Clusters Mittelhessen (MINTmit) vertreten.

Melanie Meuser vom Regionalmanagement Mittelhessen bei der Laudatio für eine der Gewinner-Schulen

Und weil alle Beteiligten unglaublich viel Herzblut in ihre Bewerbungen gesteckt haben, durften weitere 11 Schulen tolle Trostpreise mitnehmen – z. B. Ausflüge in Museen oder Science Center, um Wissenschaft weiter zu entdecken.

Ein besonderer Impuls kam direkt aus Wiesbaden: Anlässlich des Jubiläums „80 Jahre Hessen“ fördert die Hessische Staatskanzlei den Start von zwei weiteren Wetterballons. Manuel Lösel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, begrüßte alle Gäste zu Beginn der Preisverleihung und Anke Hundt (ebenfalls HMKB) verkündete die große Überraschung. Damit wird noch mehr Schülerinnen und Schülern ermöglicht, eigenständig Forschung fast am Rand des Weltraums zu betreiben. Koordiniert und fachlich begleitet wird das Gesamtprojekt vom Schüler:innen-Forschungszentrum Mittelhessen (SFM).

Mehr Infos und Angebote zu MINT in Mittelhessen finden Sie unter www.mintmit.de, der Seite des MINT-Clusters Mittelhessen (MINTmit).