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Verein Mittelhessen wählt neuen Vorstand -
Virtuelle Realität: Anbieter aus der Region beeindruckt

Der neue Vorstand des Vereins Mittelhessen mit dem neuen Landrat des Vogelsbergkreises Dr. Jens Mischak links und Mittelhessen-Geschäftsführer Jens Ihle rechts (Foto: Tilman Lochmüller)
Der neue Vorstand des Vereins Mittelhessen mit dem neuen Landrat des Vogelsbergkreises Dr. Jens Mischak links und Mittelhessen-Geschäftsführer Jens Ihle rechts (Foto: Tilman Lochmüller)

Bei der Mitgliederversammlung des Verein Mittelhessen in der Stadthalle in Alsfeld vergangene Woche hat ein neuer Vorstand das Votum der Mitgliedschaft bekommen. Nicht mehr dabei ist Klaus Rohletter, der nach sieben Jahren Arbeit für Mittelhessen nicht mehr angetreten ist und vom Vorsitzenden Dr. Christoph Ullrich herzlich verabschiedet wurde. Grußworte zu Beginn der Veranstaltung kamen vom neuen Landrat des Vogelsbergkreises, Dr. Jens Mischak. Vor der Veranstaltung hatten die Mitglieder Gelegenheit, sich einen Eindruck von dem Virtual-Reality-Ganzkörper-Erlebnis "Sandbox" in Alsfeld zu machen. Sandbox-VR-Geschäftsführer Torsten Schneider machte in der Stadthalle anschließend deutlich, warum diese Technologie nicht nur für Spieler, sondern auch für Handwerk, Industrie und Handel die Zukunft sein könnte.

Mehr Informationen über die Mitgliederversammlung mit mehr Fotos bald hier!

Wetzlarer Ochsenfest mit Newcomers Day -
Tradition trifft Zukunft in Wetzlar

Festochse: Herold, der Festochse für das Ochsenfest vom 04. bis 08.07.24 wird der Presse vorgestellt. LWV-Vorsitzenden Dr. Andreas Viertelhausen (3. v. l.): Ochsenfest ist als Kreistierschau entstanden. (Foto: VRM/Tim Würz)
Festochse: Herold, der Festochse für das Ochsenfest vom 04. bis 08.07.24 wird der Presse vorgestellt. LWV-Vorsitzenden Dr. Andreas Viertelhausen (3. v. l.): Ochsenfest ist als Kreistierschau entstanden. (Foto: VRM/Tim Würz)

Veranstalter LWV will Plattform für Fachkräftewerbung bieten und will künftig Netzwerkeffekte im Verein Mittelhessen nutzen - Necomers Day @ Ochsenfest am 4. Juli für Neuankommende in der Region

Das Wetzlarer Ochsenfest ist eines der traditionsreichsten Feste in Mittelhessen. Vom 4. bis zum 8. Juli lockt es wieder Tausende von Besucherinnen und Besucher auf den Festplatz Finsterloh im Südwesten von Wetzlar – in diesem Jahr zum 67. Mal. Verantwortlich für die Organisation dieses regionalen Kleinods ist der Landwirtschaftliche Verein (LWV), der sich nicht nur als Bewahrer der landwirtschaftlichen Tradition und Kultur in der Region versteht, sondern auch für deren Weiterentwicklung eintritt. Seit März dieses Jahres ist der LWV auch Mitglied im Verein Mittelhessen und verspricht sich davon unter anderem eine bessere Vernetzung, zum Beispiel beim Werben von Fachkräften. Passend dazu lädt der Newcomers Day des Regionalmanagements am 4. Juni Neuankommende in der Region zum Besuch auf dem Ochsenfest ein.

Wir haben mit dem LWV-Vorsitzenden, Wetzlars Bürgermeister Dr. Andreas Viertelhausen, über den Verein, das Fest und die Mitgliedschaft im Mittelhessen e.V. gesprochen.

Was macht der Landwirtschaftliche Verein (LWV)?

Dr. Andreas Viertelhausen: Der landwirtschaftliche Verein ist 1832 gegründet worden, eigentlich mit dem Hintergrund, Landwirte über neue Anbaumethoden, Techniken und Ähnliches zu informieren. Wir sind also ein sehr alter Bildungsverein. Das ist aber heute immer noch aktuell. Heute geht es eher darum, die Bevölkerung zu informieren, wie entstehen Lebensmittel, zum Beispiel, dass Pommes nicht in der Tiefkühltruhe wachsen. Unser Aufgabeschwerpunkt hat sich also verlagert. Und natürlich haben wir Veranstaltungen wie das Oldtimertreffen, das Ochsenfest und den Apfelmarkt, wo wir den Landwirtschaftlichen Verein der Bevölkerung etwas näherbringen möchten.

Jetzt steht nächsten Monat das Ochsenfest an. Was genau ist das Ochsenfest, was erwartet mich dort?

Das Ochsenfest ist das größte und älteste Volksfest hier in der Region. Bei gutem Wetter erwarten wir rund 100.000 Zuschauer. Es ist als Kreis-Tierschau entstanden, alle drei Jahre. Nach der Vererbungslehre (Mendelsche Regeln) sieht man nach drei Jahren Zuchterfolge: Wer hat die leistungsfähigsten Rinder, wer hat die schönsten Pferde? Das ist es heute nicht mehr nur allein. Wir haben weiterhin eine Tierschau, es gibt aber genauso ein Festzelt, einen Vergnügungspark und eine Verbraucherausstellung neben der Tierschau und unserem Museum zur Geschichte des LWV.

Was erwartet mich auf der Verbraucherausstellung?

Dort präsentieren sich verschiedene Unternehmen. Das sind teilweise ganz kleine Händler, die Haushaltsartikel und Werkzeuge anbieten, aber auch Unternehmen, die um Fachkräfte werben. Die Bundeswehr ist dieses Jahr sehr stark vertreten. Wir reden nicht nur über Fachkräftemangel, er ist inzwischen angekommen, und eigentlich sogar ein Arbeitskräftemangel. Und von daher nutzen einige Firmen diese Möglichkeiten, um sich den Besuchern vorzustellen.

Jetzt ist der LWV auch Mitglied im Verein Mittelhessen. Was verspricht sich der Verein von dieser Mitgliedschaft?

Wir versprechen uns eine bessere Vernetzung, dass wir auch für unsere zukünftigen Veranstaltungen mehr Ansprechpartner haben. Ein erstes Ausrufezeichen ist der Newcomers Day am 4. Juli um 17.30 Uhr auf dem Ochsenfest. Wir hören von Unternehmen regelmäßig: Wir suchen Fachkräfte. Wenn ich aus dem Rathaus-Fenster schaue, weiß ich gar nicht, wieviel Busse ich sehe, auf denen Werbung steht, „Wir suchen Auszubildende“. Hier erhoffe ich mir einen Impuls, um Angebot und Nachfrage zusammenbringen zu können, denn wir bieten mit unseren Veranstaltungen eine gute Werbe-Plattform für Firmen.

Weitere Informationen zum Ochsenfest:

Firmen können Eintrittskarten für das Fest für 5,00 € gegen Rechnung mit einer E-Mail an arno.pemsel@landwverein-wz.de bestellen. Betriebe können zudem unter https://www.ochsenfest-wetzlar.de/tischreservierung auch Tische reservieren. Das Festprogramm kann auch https://www.ochsenfest-wetzlar.de/programm eingesehen werden. Wer den Verein unterstützen möchte, kann zum Beispiel auf dem Ochsenfest das Plüschmaskottchen „Hermann Ochs“ bekommen, es ist dort für 20 Euro erhältlich.

US-Wahlkampf beim Netzwerk Wirtschaft:
"Eine Handvoll Stimmen macht den Unterschied"

Politikberater Van de Laar: "Ein paar kostenlose Konzerte von Taylor Swift in den Swing States könnte den Ausschlag geben."
Politikberater Van de Laar: "Ein paar kostenlose Konzerte von Taylor Swift in den Swing States könnte den Ausschlag geben."

Politikberater Julius van de Laar spricht beim Netzwerk Wirtschaft über die Wahlen in den USA und darüber, warum „Permission Structure“ hilft, das Phänomen Trump zu verstehen

Der Blick nach Westen kann in diesen Zeiten für viele Beobachter verwirrend sein: In diesem Jahr steht mit den Präsidentschaftswahlen in den USA eine der wichtigsten demokratischen Entscheidungen der nächsten vier Jahre an. Amtsinhaber Joe Biden tritt gegen seinen Vorgänger Donald Trump an, und die führende Weltwirtschaftsmacht und einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands scheint gespaltener denn je. Mit Julius van de Laar, ehemaliger Wahlkampfhelfer von Barack Obama, hat das Netzwerk Wirtschaft in der vergangenen Woche einen Kenner der amerikanischen Demokratie zu einem Online-Vortrag eingeladen, um unter dem Titel „Race to the White House“ die Hintergründe dieser Polarisierung zu erläutern und die Unterschiede zu Wahlkämpfen in Deutschland aufzuzeigen.

Van de Laar war bei den Präsidentschaftswahlen 2012 für Barack Obama für die Wählermobilisierung im Schlüsselstaat Ohio verantwortlich. Mit Mittelhessen ist er eng verbunden, denn vor seinem Studium, das er in den USA absolvierte, spielte Van de Laar in Gießen und Lich Profi-Basketball. Nach seinem Erfolg im Obama-Team beriet der 41-Jährige Politiker:innen bei Bundestagswahlkämpfen in Deutschland sowie bei europäischen Wahlen und brachte seine Expertise auch in NGO-Kampagnen ein. Mit Van de Laar Campaigning berät er politische Organisationen und NGOs bei Kampagnen und deren Umsetzung und produziert mit Race to White House" einen regelmäßigen Podcast zu den US-Wahlen.

18 Monate sei er für Obama unterwegs gewesen; aus heutiger Sicht in einer Zeit, die weit entfernt scheint. Die derzeitige Situation in den Vereinigten Staaten erscheint nicht nur Van de Laar „skurril“, so etwas sein man in Deutschland nicht gewohnt, wo Wahlkämpfe in der jüngeren Vergangenheit kaum nennenswerte Momente hervorgebracht hätten. Ganz anders die USA: Gerichtsverfahren, Anklagen auf beiden Seiten, dazu neuerdings Donald Trump auf TikTok, „ein Event kommt nach dem anderen.“ Es sei schwierig, hier einen klaren Blick zu bekommen, denn „wie filtert man den Lärm heraus“?

Nur wenige US-Bundesstaaten, die „Swing States“, würden bei der Wahl im November den Ausschlag geben, so der Politikberater. Dort könnten vermeintliche Kleinigkeiten entscheidend sein. Derzeit dominiere Donald Trumps verlorener Prozess wegen Verstoßes gegen die Spendenregeln bei Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin die Medien, und tatsächlich habe das Urteil der Geschworenen zu einer „kleinen Delle“ in den Umfragen für den Immobilienmogul geführt. Doch Trump geht in Berufung, die bis zu eineinhalb Jahre dauern kann. Und natürlich „kandidiert er weiter“.

Wichtiger seien die kommenden TV-Debatten und wie sich die Kandidaten dort präsentieren: Wird Trump trotz seines Alters überzeugen, bekommen die Zuschauer:innen einen staatsmännische auftretenden oder polternden Trump zu sehen? Nur theoretisch sei es möglich, dass bei einem katastrophalen Verlauf Biden beim Parteitag der Demokraten noch ausgetauscht werde. Über einen möglichen Notkandidaten oder eine Notkandidatin wird spekuliert, die ehemalige First Lady Michelle Obama, für viele Demokraten eine Hoffnungsträgerin, hat aber bereits deutlich gemacht, dass sie dafür nicht zur Verfügung steht und sich auch keinen Sieg zutraut.

Die bestimmenden Themen des US-Wahlkampfes sind laut Van de Laar Immigration, Inflation und generell die Wirtschaftslage: Die Präsidentschaftswahl „war schon immer eine Wirtschaftswahl.“ Zwar habe Präsident Biden zuletzt vor allem in Sachen Wirtschaft gute Zahlen geliefert, aber in der „gefühlten Wahrnehmung“ der Bevölkerung werde „aber alles schwieriger“. Die Inflation sitze den Menschen in den Knochen, Kraftstoffe, Lebensmittel, Hypotheken und selbst der Besuch bei McDonald’s seien deutlich teurer geworden.   

Und so liege Biden trotz der gerichtlichen Eskapaden Trumps in wichtigen Schlüsselstaaten derzeit zurück. Beide Kandidaten müssten täglich ihre „Messages“ platzieren, bei Donald Trump sei dies die Behauptung, unter seiner Präsidentschaft sei alles besser, die Welt stabiler gewesen. Zudem versuche er Zweifel an Biden wegen seines Alters zu wecken. Der amtierende Präsident „muss seine Botschaft noch finden“, so Van de Laar, könne aber versuchen mit seiner Vergangenheit im Senat als Verteidiger des „kleinen Mannes“ im Kampf gegen den Milliardärsfreund Trump zu punkten. Zuletzt hatte er sich zudem auch mit harten Maßnahmen gegen die Einwanderung aus dem Süden zu profilieren versucht.

Bemerkenswert seien auch die im Vergleich zu Deutschland enormen Wahlkampfkosten in den USA, wo die großen Parteien im Schnitt 25 Millionen Euro ausgeben, eine Summe, die die Demokraten bei einer Großveranstaltung an Spenden einnehmen und die Trump laut Van de Laar bei einer seiner Galas bereits verdoppelt habe. Insgesamt koste der Wahlkampf in den USA mit all seinen Facetten rund 16 Milliarden US-Dollar, berichtete der Wahlkampfexperte. Viel Geld, für das manche Spender Zugeständnisse erwarten: So habe Trump den Ölkonzernen „öffentlich und ungeschminkt“ versprochen, Landrechte freizugeben und Elektroautos zu verbieten.

Warum Trump trotz außerehelicher Affären und lockerer Sprüche gerade bei evangelikalen Wählern im „Bible Belt“ beliebt ist, erklärt Van de Laar mit einem Wahlkampfkonzept namens „Permission Structure“, das helfe, Verhalten zu rechtfertigen. So habe Trump zwar moralisch fragwürdige Dinge getan, aber eben auch drei konservative Richter an den Obersten Gerichtshof berufen, die schließlich das Bundesabtreibungsgesetz in den USA kippten. "So bauen die Religiösen ihre Rechtfertigung.“ Beide Parteien nutzen „Permission Structure“ in ihrem Wahlkampf; „gute Kampagnen schaffen es“, auf diese Weise Dinge „irgendwie von zwei Seiten“ zu beleuchten, so Van de Laar.

Sollte Trump tatsächlich gewinnen, prognostizierte Julius van de Laar eine noch extremere Ausrichtung der US-Administration als in Trumps erster Amtszeit, in der die „Republikaner alten Holzes“ noch einen mäßigenden Einfluss gehabt hätten - mit Folgen nicht nur für die Ukraine, sondern beispielsweise auch für die Beziehungen zu China. Abschließend machte Van de Laar noch einmal deutlich, wie unberechenbar der Wahlausgang aus seiner Sicht ist: 18 Prozent der Amerikaner hätten in einer Umfrage angegeben, sie würden einer Wahlempfehlung der den Demokraten zugeneigten Sängerin Taylor Swift folgen, wenn diese eine abgeben würde. Solche Statistiken seien zwar mit Vorsicht zu genießen, aber ein paar Konzerte in den Swing States kurz vor der Wahl könnten den Ausschlag geben, denn „eine Handvoll Stimmen macht den Unterschied“.

Mittelstandskonferenz MY WAY:
Regionalmanagement bietet Partner-Konditionen

Mittelhessen war im vergangenen Jahr mit einer „kleinen, aber feinen“ Delegation bei der Premiere der Mittelstandskonferenz MY WAY, organisiert vom Medienunternehmen The Pioneer, dabei. „Hier wird das Unternehmertum zurecht gefeiert“, schrieb damals Regionalmanagements-Geschäftsführer Jens Ihle (rechts). Ebenfalls im Bild: Alexander Cunz (IHK Lahn-Dill), Christian Schreier (StudiumPlus), Gabor Steingart (Gründer The Pioneer), Florian Wolf (MessePro GmbH), Felix Hardt Wolf (MessePro GmbH) (von links).
Mittelhessen war im vergangenen Jahr mit einer „kleinen, aber feinen“ Delegation bei der Premiere der Mittelstandskonferenz MY WAY, organisiert vom Medienunternehmen The Pioneer, dabei. „Hier wird das Unternehmertum zurecht gefeiert“, schrieb damals Regionalmanagements-Geschäftsführer Jens Ihle (rechts). Ebenfalls im Bild: Alexander Cunz (IHK Lahn-Dill), Christian Schreier (StudiumPlus), Gabor Steingart (Gründer The Pioneer), Florian Wolf (MessePro GmbH), Felix Hardt Wolf (MessePro GmbH) (von links).

2023 feierte das junge Medienunternehmen The Pioneer Premiere seiner Mittelstandskonferenz MY WAY - Der Strategie-Gipfel der Familienunternehmen. Eine kleine mittelhessische Delegation war im September 2023 im Westhafen in Berlin dabei und traf Pioneer-Gründer und Alumni der Philipps-Universität Marburg Gabor Steingart. Auch 2024 hat das Regionalmanagement Mittelhessen eine Kooperation vereinbart, inklusiver Sonderkonditionen für die Partner der Region. Was erwartet die Besucher der Konferenz?

MY WAY ist der Strategiegipfel der Familienunternehmen. Unter dem Motto "Zukunft kommt von Zuversicht" geht es im Berliner Westhafen Event- & Convention Center am 10. - 11. September 2024 in die nächste Runde. Erwartet werden rund 1000 bis 1500 Fachbesucher. 

Das Format will das kollektive Wissen des Mittelstands zusammenbringen - "aufgeschlossene, neugierige und andersdenkende Menschen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft". Unternehmerpersönlichkeiten erzählen ihr persönliches Drehbuch des unternehmerischen Erfolgs. Mit allen Höhen und Tiefen. Hier ein kleiner Ausblick auf die diesjährigen Speaker:

  • Tina Müller, CEO der Schweizer Kosmetikfirma Weleda, und Alicia Lindner, Familienunternehmerin in dritter Generation des Naturkosmetik-Herstellers Börlind, werden zeigen, welche Wertewelt hinter den Unternehmen steckt, und wie sie die beiden traditionellen Marken in die Moderne führen wollen.
  • Die Familie Grupp von Trigema, Bonita Grupp, Elisabeth Grupp, Wolfgang Grupp und Wolfgang Grupp Jr., wird über Tradition, ewige Werte und die Zukunft ihres Textilunternehmens sprechen.
  • E.ON-CEO Leonhard Birnbaum wird ein Update geben, wie sich der Energiemarkt für Familienunternehmen in Deutschland entwickeln wird.
  • Ursula Schelle-Müller von MotelOne und Matthias Winkler vom Hotel Sacher werden über die Essenz des Wohlfühlens und die Bedeutung von USPs (Unique Selling Points) in der stark umkämpften Tourismusbranche sprechen.

Hier können Sie sich über das gesamte Programm informieren: myway.thepioneer.de/speaker.

Haben Sie Interesse an einer Teilnahme? Mittelhessen-Partner erhalten mit dem Rabattcode MITTELHESSEN40_MYWAY2024 40 Prozent Rabatt auf den jeweils gültigen Ticketpreis.

My WAY Der Strategie-Gipfel der Familienunternehmen - 10. & 11. September Berlin-Westhafen

Startup Weekend Mittelhessen:
9. Ausgabe mit zwei Siegern

Siegerinnen und Sieger des 9. Startup Weekends Mittelhessen, diesmal in zwei Kategorien. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)
Siegerinnen und Sieger des 9. Startup Weekends Mittelhessen, diesmal in zwei Kategorien. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)

Zum ersten Mal hat es beim Abschluss der neunten Ausgabe des Startup-Weekends Mittelhessen am 26. Mai zwei Siegerteams gegeben: Mit „pcos harmony“ und „Clever Sole“ haben zwei Ideen die Juroren überzeugt, die sich der Unterstützung bei medizinischen Problemen widmen. Grund für die Doppelspitze war die Entscheidung des Regionalmanagement Mittelhessens als Ausrichter, das Feld in „Anfänger“ und „Fortgeschrittene“, also zwischen vorab etablierten Projekten und spontanen Pitches zu unterscheiden.  Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich in den Räumen des Handwerksbetriebs „Team Simon“ eingefunden, um Ideen zu bewerten, in Gruppen weiterzuentwickeln, Präsentationen zu verfeinern und die Ergebnisse der Jury zu präsentieren. Als Prämien standen für den 1. Platz jeweils 1000 Euro in Aussicht.

"Clever Sole" beim Pitch vor der Jury: Mit Tracking in der Schuhsole zu mehr Sicherheit für Demenzkranke. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)
"Clever Sole" beim Pitch vor der Jury: Mit Tracking in der Schuhsole zu mehr Sicherheit für Demenzkranke. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)

Das Newcomer-Team um „pcos harmony“, das von der Philipps-Universität Marburg kommt, befasst sich mit dem Community-Aufbau von Betroffenen des Polycystischen Ovarialsyndroms, während „Clever Sole“, entstanden in der Technischen Hochschule Mittelhessen, mit trackenden Schuhsolen das Auffinden von demenzerkrankten Personen erleichtern möchte. Insgesamt präsentierten am Sonntag elf Teams der Jury ihre Ideen.

"pcos harmony" beschrieb ein Idee, um Betroffenen des Polycystischen Ovarialsyndroms zu helfen. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)
Das Sieger-Team um „pcos harmony“  befasst sich mit dem Community-Aufbau von Betroffenen des Polycystischen Ovarialsyndroms. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)

Vor dem „Pitch-Fire“ am Freitag, bei dem 32 Ideen in jeweils einer Minute von ihren Urheber:innen auf der Bühne im „Haus des guten Wohnens“ präsentiert wurden, sprach Anastasia Barner, eine der jüngsten Gründerinnen Deutschlands und TEDx-Speaker, in ihrer Keynote über Social Media, die Generation Z und Startups. Sie beschrieb auch, wie die Idee zu ihrer Reverse Mentoring Plattform „FeMentor“ zustande kam. Anschließend gab Strategie-Beraterin und Startup-Coach Cécile Garcia Le Goff den Gründer:innen Ratschläge für die Arbeit an ihren Konzepten und Präsentationen.

TEDx-Referentin Anastasia Barner sprach im "Haus des guten Wohnen" über ihre Erfahrungen als eine der jüngsten Gründerinnen Deutschlands. ((Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)
TEDx-Referentin Anastasia Barner sprach im "Haus des guten Wohnens" über ihre Erfahrungen als eine der jüngsten Gründerinnen Deutschlands. (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)

Anschließend waren alle Gäste gefragt, aus den 32 Pitchenden die elf besten Ideen auszuwählen, die am Wochenende bearbeitet-, und am Sonntag von der Jury beurteilt werden sollten. Mit kreativen Gewürzstreuern, über Bodenprobenkits für die Agrarwirtschaft bis zur Onboardinglösung ausländischer Fachkräfte und nachhaltigen Raketenantrieben, waren die Ideen so divers, wie das Teilnehmerfeld. Wie bereits im letzten Jahr befanden sich auch dieses Jahr wieder zwei Schülerteams unter den Top 10.

Das Team "Relicom" konnte mit seinen Tools bereits vier internationale Fachkräfte auf dem deuten Arbeitsmarkt integrieren und sicherte sich im Pitchfire einen Platz unter den Top 10.
Das Team "Relicom" konnte mit seinen Tools bereits vier internationale Fachkräfte auf dem deuten Arbeitsmarkt integrieren und sicherte sich im Pitchfire einen Platz unter den Top 10.  (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)

Zahlreiche Hilfestellungen für ihre Produktideen erhielten die Teams dafür am Samstag im Mentorencoaching. Startupgründer, Unternehmensvertreterinnen, NGOs und Fachexperten standen den Teams hierzu zum Sparring zur Verfügung. Ergänzt wurden die Coachingsessions um zahlreiche Vorträge rund um das Thema Gründung und Entrepreneurship. So zeigte beispielsweise die Limburgerin Nadine Schmitt (CEO, CD-Emotion new media Agency) worauf beim Markenaufbau zu achten ist. Die gebürtige Gladenbacherin Lisah Dietrich und ihr Mitgründer Constantin Müller (Gründer LACASCARA Drinks GmbH) berichteten von ihrer Erfahrung in der VOX Gründershow „Die Höhle der Löwen“ und darüber wie Sie mit ihrem Aperitivo 850 Einzelhandelsmärkte erschließen konnten.

„Wir freuen uns, dass wir das Format dank zahlreicher Partner zum neunten Mal umsetzen konnten. Persönlich beeindruckt hat mich die Qualität der Ideen, die Jahr für Jahr steigt. Diese Kreativität verbunden mit dem Mut der über 32 Teilnehmer, die sich zu einem Elevatorpitch vor über 130 Gästen durchgerungen haben, zeigt, wie viel Innovationsgeist in Mittelhessen liegt“ resümierte Regionalmanagement Mittelhessen Geschäftsführer Jens Ihle. 

Das Startup Weekend Mittelhessen ist Teil des EU geförderten Projektes "DiGIMit 3.0" und wird von der Europäischen Union aus dem Eurpäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.